Elke Bruns sorgt für Bewegung am heimischen Arbeitsplatz

Mit ihrer „Virtuellen Bewegungspause“ motiviert Elke nicht nur die Kolleg*innen am Standort Hamburg zu sportlichen Mittagspausen.

„Wir sind Bewegungsmenschen. Das statische Sitzen am Schreibtisch tut uns eigentlich gar nicht gut“, sagt Elke Bruns, betriebliche Gesundheitsmanagerin am Standort Hamburg. Besonders im Home Office, wo die Wege noch kürzer sind, fällt die Bewegung oft flach und man sitzt mehr als an normalen Bürotagen. Gift für den Körper!
Zum Glück gibt es zahlreiche Übungen, die sich wunderbar in den Alltag integrieren lassen und den Körper in Bewegung bringen. Um die Kolleg*innen zu mehr Bewegung zu motivieren, lädt Elke einmal wöchentlich die Mitarbeiter*innen am Standort Hamburg zu ihrer virtuellen Bewegungspause ein. Im Anschluss können auch alle anderen Kolleg*innen die Videos im Intranet abrufen.
Dabei ist es ihr wichtig, in jedem Termin möglichst den ganzen Körper durchzugehen und den Fokus nicht auf bestimmte Körperteile, wie Füße oder Hände, zu legen. „Mein Anspruch ist es, dass man mit jedem Klick auf eines meiner Videos  eine gute komplette Bewegungspause hat“, sagt Elke. So muss man nicht lange nach einem passenden Video suchen. Damit es trotzdem abwechslungsreich bleibt, nimmt sie gelegentlich auch Hilfsmittel zur Hand, die jeder Zuhause hat. Das können zwei Wasserflaschen sein oder ein Handtuch, mit denen sich neue Übungen durchführen lassen.

Mobilisierung statt Müdigkeit

Die Idee zu ihrer „Fit im Home Office“-Aktion kam der Sportwissenschaftlerin im Herbst 2020, als zahlreiche Kolleg*innen im zweiten Corona-Lockdown ins Home Office zurückkehrten. Während die Zeit am heimischen Schreibtisch anfangs noch ungewohnt und spannend war, setzte nun bei vielen Frust und Müdigkeit ein. Elke startete zunächst mit einem Online-Vortrag mit vielen praktischen Tipps für einen aktiven Arbeitsplatz zuhause. Der kam bei den Mitarbeiter*innen so gut an, dass die Gesundheitsmanagerin im Januar 2021 zu ihrer ersten virtuellen Bewegungspause einlud. Darauf folgten viel positives Feedback und Wünsche zum Weitermachen.
Seitdem nehmen jede Woche zahlreiche Beschäftigte live teil, viele holen die Übungen aber auch an anderen Tagen nach. „Jeder soll sich dann bewegen, wenn er es gerade braucht oder das Bedürfnis hat“, sagt Elke. Die Aktion soll vor allem als Anregung zum Bewegen dienen, egal ob es nun mit Elkes Videos ist oder ein langer Spaziergang nach dem Mittagessen. „Für mich ist es vor allem ein Erfolg, wenn ich Kolleg*innen motivieren kann mitzumachen, die ansonsten in ihrer Freizeit wenig aktiv sind “, sagt Elke.

Vom Kursraum auf den Bildschirm

Durch ihre jahrelange Erfahrung als Kurstrainerin im Gesundheitssport verfügt die Sportwissenschaftlerin über ein großes Repertoire an hilfreichen Übungen, von denen sie die 10 bis 15-minütigen Termine füllt. Die Umgewöhnung zum Virtuellen fiel Elke dennoch anfangs schwer. „Eigentlich lebe ich von der Interaktion und Energie der Gruppe“, sagt sie. Nun in einem leeren Raum in die Kamera zu sprechen, ist eine neue Herausforderung. In der Regel nimmt Elke ihre Videos im Aktivraum am Standort Hamburg auf, der ursprünglich für gemeinsame Bewegungspausen vor Ort gedacht war. Im Sommer hat sie ihre Videos auch schon im eigenen Garten gefilmt. Hier entstehen mitunter lustige Szenen: „Da muss ich aufpassen, dass die Nachbarn nicht gerade mit dem Rasenmäher durchs Bild laufen.“

Einfache Übungen für den Alltag

Lieblingsübungen hat Elke gleich zwei: Die beste "Corona-Übung" ist für sie eine Schulterdehnung, bei der man sich selbst umarmt. Dabei streckt man die Arme nach hinten und greift dann vorne überkreuz um sich herum, wie bei einer Umarmung. Danach kreuzt man mit dem anderen Arm oben. Das mobilisiert die Schultern und dehnt die Brustmuskulatur. „Und es ist wissenschaftlich erwiesen, dass auch dann Glückshormone ausschüttet werden, wenn man sich selbst umarmt“, sagt Elke. Gerade in Zeiten von Kontaktbeschränkungen und Sicherheitsabstand ist das umso wichtiger. Eine Übung für alle, die wenig Zeit haben, ist der Ein-Bein-Stand. Das funktioniert sogar beim Telefonieren oder Zähne putzen. Die Übung stärkt Füße, Beine und Rumpf und bringt den ganzen Körper in Bewegung, um die Balance zu halten. Mit einfachen, aber effektiven Übungen wie diesen hofft Elke in Zukunft auch Bewegungsmuffel vom Schreibtischstuhl hochzubekommen.

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